Samstag, 5. Mai 2007
Thema: Anforderungen
In seinem Blog schreibt Rolf Götz über nicht-funktionale Anforderungen und die Abstraktionseben der Spezifikation ("Nonfunctional requirements and level of specification").
Zentrale Aussage des Artikels: "The higher the level of a system's requirements specification, the greater the portion of non-functional requirements."

Interessanterweise kann sich das ändern, wenn man einen anderen Scope betrachtet.
Für die Webapplikation Online-Shop ist z. B. die Conversion Rate, also die Zahl der Bestellungen je Besucher, eine nicht-funktionale Anforderung. Sie wird gemäß Rolfs Regel in konkreteren Spezifikationen durch einen Mix aus funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen detailliert.
Aus Sicht des Unternehmens ist die Conversion Rate jedoch die wesentliche Funktion der Applikation, Besucher zu einem Abschluss zu bewegen, also eine funktionale Anforderung.

Wikipedia definiert "Usability" als "Gebrauchstauglichkeit" in der Gesamtbetrachtung einer Software. Dies beinhaltet funktionale und nicht-funktionale Aspekte.
Klassische Software-Ingenieure kennen als "Usability" die nicht-funktionale Anforderung, die Wikipedia im Artikel über "Software Ergonomie" als die nicht-funktionale Eigenschaft einer Software definiert, wie die vorhandenen Funktionen genutzt werden können.

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top-down
ja, useability enthält funktionale aspekte. an einer applikation kann man useability nicht messen, sofern sie nicht mindestens eine funktion hat.
"soll eine hohe conversion rate haben" ist für mich zunächst mal eine nichtfunktionale Anforderung. die applikation soll den ZWECK erfüllen, viele bestellungen je benutzer zu erzielen (oder das ZIEL, wenn ich das schon so schreibe). durch das "gute" zusammenwirken vieler funktionen der webseite (anmeldung, leichte anmeldung, artikelsuche, oft treffende artikelsuche, bezahlen, sicher bezahlen) wird das ZIEL erreicht (vorausgesetzt die verkauften produkte taugen was, und jemand will sie haben :-)

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