Sonntag, 6. Mai 2007
Thema: Anforderungen
In seinem Blog schreibt Rolf Götz über nicht-funktionale Anforderungen und die Abstraktionseben der Spezifikation ("Nonfunctional requirements and level of specification").
Zentrale Aussage des Artikels: "The higher the level of a system's requirements specification, the greater the portion of non-functional requirements."

Interessanterweise kann sich das ändern, wenn man einen anderen Scope betrachtet.
Für die Webapplikation Online-Shop ist z. B. die Conversion Rate, also die Zahl der Bestellungen je Besucher, eine nicht-funktionale Anforderung. Sie wird gemäß Rolfs Regel in konkreteren Spezifikationen durch einen Mix aus funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen detailliert.
Aus Sicht des Unternehmens ist die Conversion Rate jedoch die wesentliche Funktion der Applikation, Besucher zu einem Abschluss zu bewegen, also eine funktionale Anforderung.

Wikipedia definiert "Usability" als "Gebrauchstauglichkeit" in der Gesamtbetrachtung einer Software. Dies beinhaltet funktionale und nicht-funktionale Aspekte.
Klassische Software-Ingenieure kennen als "Usability" die nicht-funktionale Anforderung, die Wikipedia im Artikel über "Software Ergonomie" als die nicht-funktionale Eigenschaft einer Software definiert, wie die vorhandenen Funktionen genutzt werden können.

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