Montag, 2. Oktober 2006
Thema: Informationsarchitektur
2 Tage EuroIA 2006 in Berlin waren spannend, anstrengend, inspirierend!
Ich bin voll mit neuen Ideen, ein paar davon landen sicher in den nächsten Tagen auf dieser Seite.

Ich habe viele gute Vorträge gehört, über Wireframes (Panel von Philip Borloo), über Findability (Peter Morville), über die Strategie von Applikationen (Olly Wright), über Customer Experience Framework (Jered Folkman).

Ich habe exzellente Vortragsstile gesehen, allen voran Jared Folkmans Vortrag – spannend, unterhaltsam und informativ.

Mein Beitrag in der Panel-Diskussion von Peter Boersma über IA- und Konzeptions-Prozesse hat Spaß gemacht – auch hier habe ich viel gelernt :-)

Einige Highlights aus den Vorträgen, die mir am Abend nach der Veranstaltung noch besonders im Gedächtnis bleiben:
Die Panel-Diskussion von Philip Borloo über Wireframes zeigte verschiedene Ansätze, Wireframes zu zeichnen: Von Stift und Papier bis zu automatisierten Kompositionswerkzeugen. Ich habe einige Ideen mitgenommen, Wireframes im Projekt nützlicher zu machen und sie gemäß agiler Prinzipien nicht länger zu warten als nötig.

Peter Morvilles Vortrag über sein aktuelles Buch "Ambient Findability" zeigte, wie wichtig es ist, eine Applikation nicht isoliert zu betrachten, sondern im Kontext des Geschäftsprozesses, zu dem sie beiträgt (was mich als Business Analyst bestätigt). Sein großes Thema Suche gab mir einige Anregungen durch seine Sichtweise auf die Bedeutung der Suche.

Der Vortrag "The Strategic IA" von Olly Wright zeigte wie wichtig eine explizite Strategie als Grundlage für jede Applikationsentwicklung ist. Er beschrieb ein Vorgehen um eine Strategie umzusetzen, in dem viele Stakeholder einbezogen und berücksichtigt werden müssen. Schließlich muss eine Strategie zum Marketing und dessen Aktivitäten passen.

Das Customer Experience Framework von Jered Folkman zeigte mir, wie wichtig es ist, die Anwender einer Applikation gut zu kennen. Er zeigte grundlegende Fragen, welche die Basis für die Erstellung einer Website liefern.

In der Panel-Diskussion von Peter Boersma "A Place for IA Deliverables", diskutierte ich mit Larisa Warnke, Carlson Marketing, USA und Casper Honijk, Macaw, Holland über IA-Prozesse. Larisa und Casper haben beide enorme Erfahrung mit Entwicklungsprozesse in ihren Unternehmen. Ich fand es spannend, drei sehr unterschiedliche Prozesse gegenüberzustellen und doch festzustellen, dass wir sehr ähnliche Prinzipien zugrunde legen. Ein paar Beispiele:
- Mit wem arbeiten wir zusammen? Mit allen Projektbeteiligten..
- Welche Artefakte erstellen wir? Es kommt darauf an...
- Warum haben wir einen Prozess? Als Hilfsmittel, das Projekt zu lösen.

Unter www.euroia.org werden in den nächsten Tagen die Ressourcen zur Tagung zur Verfügung gestellt.

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